Waldeck 2012- Eine Busladung WVC Triathleten lässt die Eisschollen auf dem Edersee schmelzen

Diesen Samstag sprangen sieben tapfere WVC Triathleten in die 18°C kalten Fluten des Edersees. Danach kämpften sie sich auf dem Rad und im Laufschuh durch die Waldecker Bergwelt. Alle waren sie dabei erfolgreich. Neben unserem 5.Hessenliga Team, welches dieses mal aus Malte Thielbörger, David Gärtner, Ralf Rößler und Olaf Lämmer bestand, gingen auch noch drei Einzelstarter auf die Strecke. Bernhard Sofaly bestritt die olympische Distanz und Helena Herbert sowie Moritz Werner rasten über die Sprintstrecke. Die phänomenalen Ergebnisse findet ihr hier aufgelistet. Und unten drunter, unterm Artikel gibts noch was für die Augen.

 

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Griesheim Short Track Triathlon 2012- Woher der Wind weht

Der Wind blies orkanartiger als gewohnt über die Rheinauen bei Griesheim, als Samstag der 6. Griesheimer Short Track Triathlon anstand. Für Traithlon WVCs 5.Hessenliga-Team starteten Lukas Fischer, David Gärtner und Ralf Rößler. Ihr Busfahrer Nicholas Kehe ging ebenfalls an den Start. Es war Not am Mann, einen fünften Starter gab es nicht, also mussten alle vier Athleten heile ins Ziel kommen. Letzteres hat halbwegs geklappt.

Nach einem sehr nahkampflastigen Schwimmen ging es daran, sich 40 Kilometer durch zementartigen Gegenwind zu schneiden. Ralf brach nach 20 Kilometern das ausgesprochene Reifenpannenverbot, hatte jedoch Flickzeug zur Hand und war nach einem Dutzend Minuten wieder im Rennen. Der Rest ging ohne Zwischenfälle auf die Laufstrecke. Bei allen Vieren machte sich der Kräfte zehrende Kampf gegen den wirklich erstaunlichen Wind bemerkbar. Die 10 Kilometer Laufstrecke gerieten zu einem gefühlten Halbmarathon. David wurde vom Mensa Essen des Vortages zu einer Exkursion gezwungen, die eine Geschichte für sich darstellt und dies auch bleiben soll. Er hat nun jedenfalls die beste, detaillierte Ortskenntnis von allen nicht einheimischen Startern aber auch 15 Minuten mehr als Nötig auf der Uhr. Lukas Fischer und Busfahrer Nicholas Kehe entschlossen sich relativ uninspiriert, einfach ins Ziel zu laufen. David und Ralf folgten auch irgendwann und das Tagesziel war erreicht. Das Team platzierte sich auf dem 13. Platz aber darum ging es ja nicht.

Die Ergebnisse: Platz 14. Kehe Nicholas in 02:14:33, Platz 46. Fischer in 02:30:18, Platz 60. Gärtner David in 02:38:28, Platz 67. Rößler, Ralf in 02:48:11  

  

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1.Triathlon Hessenliga Auftakt in Darmstadt

 

Bei strömenden Regen lieferten die Jungs vom 1.HTL Team der WVC ein gutes Rennen ab. Nicholas Kehe und Thomas Sämann stellten sogar neue, persönliche Bestzeiten auf (2:11:23 und 2:12:14). Die Mannschaftsleistung war hierbei relativ geschlossen. Auch der verletzungsgeplagte Ulli Barthelmes und der trainingsrückstandsgepeinigte Ben Hartmann waren mit 2:15:35 und 2:14:03 nicht weit abgeschlagen. Der fünfte im Bunde Malte Thielbörger finishte mit 2:20:05.

Trotz guter persönlicher Leistungen und hartem Kampf um jede Sekunde, reichte es für die WVC nur für den elften von dreizehn Plätzen.

Unser Wunderkind Daniel Gebert konnte den Tages-Einzelsieg davon tragen, doch startet er dieses Jahr für ein anderes Liga Team und ist erst 2013 wieder im Sternenkreuzer für Teams unterwegs. Seinen nächsten Einzelstart für die WVC Kassel plant er bereits am 10. Juni über die Halbdistanz.

Das Triathlon WVC Team wird ab August durch den schnellen Jan-Eike Kistner verstärkt, so dass das Saisonziel für 2012, Klassenerhalt, voraussichtlich nicht in Gefahr geraten wird, insbesondere, wenn Verletzungen sowie Berufs- und Ausbildungsstress überwunden sind und die Formkurve, wie bisher, weiter steil ansteigt.  

 

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Iron Ralfs Bericht vom Ironman Lanzarote

 

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Ralf Schmerer beendete den Ironman Lanzarote 2012 in 14:12:09 Stunden. Hier ist sein Bericht:

Für den 19.5.2012 hatte ich mir ein richtiges Brett an Wettkampf vorgenommen. Nach meinem passablen Finish bei meiner Langdistanzpremiere in Regensburg, wollte ich etwas Ausgefallenes machen. So zog es mich zum Ursprung des europäischen Ironman nach Lanzarote. Ich wusste, dass dieser Wettkampf als schwerster Ironman der Welt gilt, doch größere Gedanken machte ich mir wie immer nicht ;) Training, hinfahren, 12 Stunden abliefern und heim.

Der Plan war schnell gemacht: Sieben Monate diszipliniert sein, im Schnitt zehn Stunden Training, Anfang November eine Woche Urlaubsbesichtigung in Lanza und Ende März ein Trainingslager in den Kassler Bergen. Mutter, Schwester, Freundin und Kumpel waren direkt eingespannt und so war relativ schnell alles in trockenen Tüchern. Um es kurz zu machen, bis zum Rennmorgen verlief alles reibungslos. Nicht verletzt, alle Pläne gut durchgezogen, Material stimmt, Kopf auch, ich war bestens getapert und bereit zu allem (dachte ich zumindest).

Puerto del Carmen, 6:45 Uhr, 19.5.2012: Frisch in den Neo eingepackt stehe ich am Start und schaue aufs ruhige Meer. Die Stimmung ist super, die Fans machen schon riesig Stimmung und auch die Athleten um mich herum sind wahnsinnig nett. Mit viel Angst im Blut ging es dann ab ins Meer. Am Anfang war die Wühlerei wesentlich schlimmer als in Regensburg, doch ich kam halbwegs bis zur ersten Boje ohne schwerere Behinderungen auf mich zu nehmen. Der Rest lief routiniert ab. Erste Runde in 31 hoch, die zweite in 32, Schwimmzeit von 1:04. Mit neuer Personal Best ging es also aufs Rad.

Mirador del Haria, gegen 14 Uhr, 19.5.2012: Als ich nach fast 100 Kilometern den Mirador del Haria hochstampfe bin ich schon komplett gerädert. Bisher bin ich ganz gut durchgekommen, konnte in den Flachstücken etwas Druck machen und war bergauf relativ locker gefahren, um mir hinten raus Kraft übrig zu lassen. Doch Kilometer 90 bis 110 haben mich einsehen lassen dass der Ironman Lanzarote im Gegensatz zu Regensburg ein himmelweiter Unterschied ist- In die harte Richtung.

Der Mirador del Haria zog sich schon fast 7 Kilometer steil bergan, die Sonne brannte schon knackig und es sollte noch der härteste Anstieg kommen. Am Mirador del Rio angekommen habe ich mich gefühlt wie ein ausgewrungener Waschlappen. Andere Athleten um mich herum haben ihr Rad geschoben und mein Tacho zeigte mehrmals unter 5 km/h an. Zick zack die Straße hoch. Irgendwie habe ich mich wie bei der Tour de France gefühlt. Ich war happy, stolz hier zu sein, genoss den tollen Ausblick aufs Meer und fragte mich nun doch einfach nur, wie das wohl noch so weitergehen sollte. Nicht nur die Berge machten mich mürbe, die waren ja noch im 8 km/h Schnitt hochzukurbeln. Am schlimmsten waren die Straßenbeläge, die mich kilometerlang durchrüttelten und wie eine Rüttelplatte meinen ganzen Körper bearbeitet haben. Dass mein Rad ohne Schaden heil in T2 angekommen ist, ist ein Wunder :D und das ich dort nach 7:22 auch angerollert kam war irgendwie abgefahren. Ich war wieder ‘ne Stunde länger unterwegs als geplant, war komplett im Schlafmodus, meine Schulter und der Nacken schmerzten von der stundenlangen Rüttelei und mein Magen fing schon langsam an, darauf hinzudeuten dass er kein Bock mehr hatte. Und im Nachhinein konnte ich sogar feststellen, dass meine Radzeit nicht schlecht war sondern dem soliden Durchschnitt entsprach- Mama mia ist das bekloppt :D ! Wahnsinnig geholfen haben mir meine vier Supporter an der Strecke, die mir neuen Mut gegeben haben als ich sie passiert habe und ich habe mich jedes Mal riesig gefreut wusste ich doch, dass sie bald kommen sollten.

Puerto del Carmen, 21:12, 19.5.2012: Es ist geschafft. Fünfeinhalb lange, zehrende, zermürbende Stunden war ich nun an der Promenade unterwegs. Meine kompletten Arme und Beine waren vom Sonnenbrand gezeichnet, trotz dickem Eincremen durch die Volunteers, meinen Kopf konnte ich zu dem Zeitpunkt kaum noch gerade halten. Ich war froh, dass er nicht noch runtergefallen ist vom Hals. Die ersten 10 Kilometer war ich noch im geplanten 5:40er Schnitt unterwegs. Muskulär erholte ich mich grade und auch mein Rücken machte zu dem Zeitpunkt noch mit. Nur mein Magen wollte so gar nicht mehr. Krämpfe und zweimaliges Übergeben haben mich bei Kilometer 11 fast zum Aufgeben gezwungen. Ich war zwischenzeitlich komplett konsterniert und fragte mich nur noch, was hier vor sich ging. Bisher habe ich immer gesagt JEDER! Kann einen Ironman machen. Und dabei bleibe ich mit einer Ausnahme: Lanzarote. Hier habe ich zum ersten Mal am eigenen Leib erfahren, dass es eventuell von der reinen Fitness einfach nicht reichen kann und das hat mir unterwegs die Augen geöffnet. Ich habe Respekt und Demut vor diesem Rennen gelernt, leider durch Schmerzen. Als bei Kilometer 15 meine Family stand, musste ich wohl übel ausgesehen haben. Sie haben sehr erschrocken geschaut. Doch Ihnen ist es auch zu verdanken, dass an Aufgeben einfach nicht zu denken war. Kilometer für Kilometer ging es nur noch darum, sich weiterzuschleppen. Mein 6 km/h Laufschritt war wenigstens Zuschauerfreundlich– konnte meine Freundin mich doch mit Flip Flops knapp 10 Kilometer in Sicherheitsabstand beobachten und mit walken, wie ich im Nachhinein erfuhr. Im Endeffekt gibt es für mich nur eines zu sagen: Das war das geilste Rennen das ich in meiner jungen Sportlerlaufbahn gemacht habe, ich werde sicherlich wiederkommen, habe ich doch mit dieser Insel noch eine Rechnung offen die mich so hart an alle meine körperlichen Grenzen hat gehen lassen. Allerdings muss sie noch ein paar Jahre auf die Revanche warten. Jedem der „echten“ Triathlon erleben will abseits von Drafting, ellenlangem Rollen im Aerolenker und Kampf um jede Sekunde kann ich dieses Rennen nur wärmstens empfehlen. Nirgends habe ich so herzliche Organisatoren, Fans und Helfer erlebt. Nirgendwo hatte ich mehr das Gefühl, ein Ironman zu sein und die Natur bezwungen zu haben und ich glaube nirgends kann man stolzer sein, einfach mal nur zu Finishen.

 

Gruß Ralf

 

P.S. Das Versprechen, dass ich meiner Freundin bei Kilometer 35 beim Laufen gegeben habe, dass ich bis ich 28 bin keine Langdistanz mehr mache ist natürlich längst revidiert. Im Juli werden die Planungen für 2013 gemacht, inkl. Trainingslager Lanzarote. Merkt es euch vor!!!

 

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Kassel Marathon 2012

Es herrschte sengende Hochsommerhitze in Kassel und doch regnete es... Topzeiten. Peter Schilling fegte mit einer Endzeit von 1:24:03 über die Halbmarathon Strecke und auf dem vollen Marathon legte Thomas Sämann eine brillante 2:53:38 aufs Parkett. Erstaunlicherweise bedeutete dieses in beiden Fällen den 19. Platz der Männer-Gesamtwertung.

David Gärtner rannte mit 01:27:55 auf den dritten Platz der MLP Uni-Cup Wertung im Halbmarathon. Daniel Gebert gewann mit dem Staffel Team seines Arbeitgebers Run² Kassel die Marathon-Vierer-Staffel-Wertung. Lukas Fischer lief für die Team Time Allstars Staffel auf Platz 64. Ebenfalls über die Halbmarathon Strecke flitzten Bernard Sofaly (1:27:58), Dominik Leifer (01:28:42), Malte Thielbörger(1:42:54) und Ralf Rößler (1:47:21).

Aber am stärksten war Ole Handschug, der den 4,2Km langen Mini-Marathon am Freitag in 00:22:44 bezwang. Das entspricht einer Marathon Endzeit von 3:39:00. 

Lauthals unterstütz wurden unsere Helden dabei von einem Chor aus invaliden und greisen WVC Mitgliedern die sich entlang der Strecke versammelten. Besonderer Dank gilt dem Döner-Mann im Phillipp-Scheidemann-Haus,der zu diesem Zweck seine Lufthupe zur Verfügung stellte, ein Ehrenmitgliedschaftsantrag ist in Bearbeitung. 

 

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Jan-Eike Kistner siegt in Fulda auf Sprintdistanz

 

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Jan Eike Kistner unser neuer Topstarter für 2012 hat auf der Sprintdistanz des Barockstadt Triathlons in Fulda in 1:07:04 den Sieg davon getragen. 16 Sekunden nach ihm überquerte der Zweite, Dennis Wiegran vom Tri Team Gießen die Ziel-Linie. Jan-Eikes Statement zum Rennen: "Für den ersten Tri-Wettkampf nach fast zwei Jahren Pause lief es ganz ok. Ich hätte in den einzelnen Disziplinen besser laufen können, aber die unmittlebare Vorbereitung war auch alles andere als gut!"

-Außerdem sei dem anzufügen, es war kalt. Doch diese Zeiten sind zum Glück vorbei.

Kompliment an die farblich perfekt abgestimmte Sonnenbrille und viel Glück für das nächsten Rennen, das hoffentlich besser läuft.

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Gute Zeiten für die WVC beim Baunatal City Tri/Duathlon

Während im fernen Buschhütten das Ejot Team verbissen hinter dem Sebi herjagte, fand vor unserer Kassler Haustür ein nicht minderer Triathlon statt.

Der KSV City Duathlon beinhaltete dieses Jahr auch ein Triathlon Jagdrennen, in dem nach der gesonderten Austragung des Schwimmens die Teilnehmer in regelmäßigen Zeitabständen hintereinander auf die vollgesperrte Rad und Laufstrecke losgelassen wurden.

Dominik Leifer lieferte dabei ein Top Ten Ergebnis ab. Mit der drittschnellsten Schwimmzeit des Tages auf 500m, landete er nach 30Km Rad und 5 Km Lauf mit einer Endzeit von 1:12:24 auf dem sechsten Rang. Auch am Start waren Jörg Lerch-Thies der in 1:17:55 auf Platz 11 landete sowie Olaf Lämmer, welcher mit 1:18:28 den 13. Platz errang.

Tagessieger wurde Oliver Degenhardt vom TSV Heiligenrode er finishte in 1:08:22.

 

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Der Sämann trotzt buschhüttiger Witterung und zerkloppt alte Bestmarke

 

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Sonntag, 07.Mai - Stilecht räumte sich der aufbegehrende Sommer der letzten Wochen noch einmal bei Seite, um einen typischen Buschhütten Triathlon zu gewährleisten: nass, kalt und erbarmungslos schnell. Im irrwitzigen Getümmel fanden wir auch Thomas Sämann wieder, der hier 2011 seinen ersten Triathlon ganz ohne Trainingsvorbereitung absolvierte und nun neugierig war, was das ganze WVC Training überhaupt so gebracht hat. Ein Blick aufs Rad ließ vermuten, dass die alte Zeit von 2:41:50 nun unterboten werden sollte. Der City Cruiser vom letzten Mal wurde durch einen flotten Aero-Hobel getauscht. Monatelang kenianisierte er den stapfende Fußballerlaufstil beim Bahntraining mit dem PSV zu einem vorwärtsfliegenden Ballet aus Effizienz und Grazie. Hunderte Schwimmkilometer unter Gebert-Baßfeldscher Anweisung ließen Thomas erholt aus dem Becken steigen und ein Feuerwerk der Suplesse abfackeln. Eine gesperrte Autobahn war gerademal ausreichend für das, was nun passierte. Die Uhr blieb bei 2:12:29 stehen als das Hauptevent des Tages vorbei war. Danach sind noch ein paar andere Startwellen gestartet und irgend so ein Typ namens Kienle hatte dann am Ende wohl die schnellste Zeit gefolgt von zwei Männern die beide Vasiliev heißen.

 

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Koppeln, Grillen und Chillen Vol.II

 

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Zweites, internatonales Drill&Grill&Chill am 12.05.2012

Wir haben beschlossen, dass nächsten Samstag (12.Mai) gutes Wetter ist und ihr alle da seid, um beim Koppeltraining mit zu machen, langsam wird es mal Zeit, die Muskeln dran zu gewöhnen, vom Radfahren aufs Laufen zu wechseln. Der nächste Laufsplit wird es euch danken. Das gute dabei ist, dass die Rad- und Laufrunden sehr kurz sind und wir uns trotz unterschiedlicher Geschwindigkeiten bestimmt nicht aus den Augen verlieren.

Damit wir euch zahlreich vom Sofa runter gelockt bekommen, gibt es hinterher zur Belohnung Speis, Trank und Entspannung.

PS. Eine milde Gabe für den Getränkeklingelbeutel ist stets willkommen. Wer gekoppelt hat bekommt ein Freigetränk seiner Wahl :-).

 

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Olaf Lämmer -Last Man Standing

Zwei Erkältungen, eine kaputte Achillessehne, eine Universitäts-Pflichtveranstaltung. Das WVC- Lazarett ist überfüllt. Nur ein Mann stand noch aufrecht und kämpfte sich eisern durch den peitschenden Regen der auf die Felder um Borken fiel: Olaf Lämmer, seit Samstag offiziell Held des Arbeitertriathlons, ließ sich nicht entmutigen. Vor kurzem grade erst wieder ins Triathlontraining eingestiegen, ließ er weder Trainingsrückstand noch Rückenprobleme als Ausrede gelten und absolvierte das Rennen aus der kalten Hose in beachtlichen 53 Minuten. Wir ziehen unseren Hut vor einem Mann, der weder Tod noch Teufel fürchtet.

 

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Nicholas Kehe überlebt Tour de Energie knapp

 

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Durch meinen spektakulären Coup, im letzten Jahr, aus dem D-Startblock ungebremst in den vorderen A-Block zu fahren, qualifizierte ich mich mit Platz 80 dafür, dieses Jahr im vordersten Startblock zu starten. Eine Ehre, die ich kaum ausschlagen konnte.

Bereits in der Neutralisationsphase machte ich mir Sorgen, ob ich ohne Ersatzbremsbeläge überhaupt das Rennen beenden könne. Das panische Kreischen der Carbonbremsflanken wird mich sicher noch mehrere Tage in meinen Träumen verfolgen. „Achtung!“ gefolgt von „Mann ey!“ war der mit Abstand häufigste Wortwechsel, gefolgt von „VERKEHRSINSEL!“ und dann wiederum „Mann ey!“.

Nun ging die Rote Flagge runter und die Neutralisationsphase war beendet. Was dann geschah erinnerte mich unweigerlich an die Anfangssequenz von Saving Privat Ryan.  Das häufigste gebrüllte Wort war nun „STURZ!“. Ich habe Menschen auf so ziemlich jede denkbare Struktur der dörflichen Verkehrslandschaft aufschlagen hören. Das eher schabende Geräusch von Mann auf Asphalt war ebenso vertreten wie das paukenähnliche Geräusch von Mann gegen Stromverteilerkasten. Ich hörte Reifen an Bordsteinkanten Platzen und Lenker aneinander rasseln. Über all dem Lag stets der Geruch von verschmorten Carbonbremsbelägen.

Jetzt kamen die Abfahrten. Ich weiß nicht genau, wie ich es geschafft habe auch nur eine der drei großen Abfahrten zu überleben, geschweige denn alle drei. Ebenfalls meiner Kenntnis entziehen sich die Beweggründe für 90% aller Bremsmanöver meiner Vordermänner die mich wiederholt an die Schwelle des Todes führten. Als mein Vordermann auf schnurgrader Abfahrt eine Vollbremsung für eine angemessene Verkehrsmaßnahme hielt musste ich derart in die Eisen steigen, dass mein Hinterrad seitlich ausbrach. Ich konnte mit einem kleinen Bunny-Hop das Rad wieder grade ziehen und bekreuzigte mich dreimal- Im Geiste, denn die Rennsituation ließ es nicht mal zum Trinken zu, die Hand auch nur eine Sekunde vom Lenker zu nehmen.

So ging ich dann also dehydriert und zermürbt von der Anspannung beständiger Todesangst sowie einer stets von 20 auf 50 Km/h changierenden Pelotongeschwindigkeit in den ersten, langen Anstieg bei Hemeln. Dank eines ausgefeilten Katalogs von Trainingsentschuldigungen war mein Tempo am Berg eigentlich ganz gut  aber auch mit der gekonntesten Rhetorik ließ sich das entflohene Hauptfeld nicht wieder herbeibeschwören.

So war ich nun also gezwungen mich mit einem acht Mann starken Platoon durch den erbarmungslosen Gegenwind zu fressen. Heroisch aber langsam. Am Ende reichte es für den 236. Platz von etwa 1800 Startern, bei einer Endzeit von 2:49:54. Immerhin noch knapp ein 34er Schnitt, dieser spiegelt aber keinesfalls die körperlichen und mentalen Anstrengungen wieder. Wissenschaftler haben errechnet, dass man  bei gleichmäßigem Tempo mit der investierten Energie mindestens einen 60er Schnitt auf der gleichen Streckenlänge realisieren könnte. Zum Abendbrot gab es ein Strindberg Schnitzel.

 

 

Prêt a porter! Neuer WVC Badekappenprototyp ist serienreif!

Was als eine witzige Idee von David und Nicholas begann, sollte den Sporthersteller Arena auf eine 6 Monatige Reise an die Grenzen des Machbaren in der Badekappenbedruckungstechnologie führen. Woche um Woche zermarterten sich die führenden Köpfe der internationalen Badekappologie Gemeinschaft die Köpfe darüber, wie das feinliniierte Design mit all seinen komplizierten und vertrackten Windungen auf ein Stück Silikon zu bannen sei. Mehr als einmal wurde die Hoffnung schon komplett aufgegeben und man hatte sich schon mit dem Gedanken abgefunden, dass die Welt einfach noch nicht bereit ist für eine Badekappe von solcher Finesse, als schließlich am vergangenen Freitag der Anruf kam:"Ihre Badekappen sind fertig." In einer exklusiven Kleinserie á 25 Stück kommt dieser Gipfel der modernen Schwimmsporttechnologie nun zu euch. Wir glauben nicht, dass wir übertreiben, wenn wir euch garantieren, dass ihr mit dieser Badekappe auf dem Kopf mehr als sechzehnmal  schneller schwimmt als gewohnt.

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Ein Sämann braust durchs Frankenland

Thomas Sämann, unsere Neuverpflichtung im 1.Hessenliga Kader verweilt derzeit auf Trainingslager in der Heimat am bayerischen Untermain und meldet aufsteigende Form! Am Ende seines mehrwöchigen, intensiven Trainingsblocks standen zwei 10km Test- Wettkämpfe auf dem Plan, um die derzeitige Laufform zu prüfen. Nach der neuen persönliche Bestleistung in Niederrodenbach vom 25.3. mit 36:59 auf 10Km, startete er gestern, nur 6 Tage später, beim Engelberglauf. Bei diesem sehr anspruchsvollem und profiliertem Kurs rund um das Kloster Engelberg konnte er mit einem starken 4. Gesamtplatz aufs Weitere seine gute Laufform zu bestätigen. Nach 10km blieb die Stoppuhr bei 37:41 stehen. "Mit diesen beiden guten Vorstellungen im Gepäck blicke ich positiv Richtung Saisonauftakt und verspreche, weiterhin auf mich aufmerksam zu machen." Kommentierte Thomas sein Bravourstück.

 

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