WVC Frauen auf Platz eins in der zweiten Hessenliga -YEAH!

Wer hätte das vor ein paar Jahren noch gedacht? WVC hat eine Damenmannschaft und dazu noch eine, die Erfolge feiert. Heute standen Judith Paul (ehemals Lotz), Kristina Biel, Katrin Pesch und Sandra Nölker nach einer Hitzeschlacht beim Woogsprinttriathlon auf dem ersten Podestplatz und führen fürs erste die zweite Hessenliga-Tabelle an.

Bei den Herren lief es eher bescheiden. die erste Mannschaft landete in B-Besetzung am Tabellenende  Thomas Sämann konnte diese mit einer starken 1:04:08 und der 7. besten Radzeit des Tages  nicht abwenden. Seinen Teamkollegen Nicholas Kehe, Mathias Musick und Lukas Fischer hatte es die Zahl "1" angetan. sie finishten in 1:11:11, 1:11:41 und 1:11:42. Das Team ist zuversichtlich, dass der Tabellenrückstand spätestens bei den letzten beiden Augustrennen in Optimalbesetzung wieder eingeholt werden kann.

In der vierten Hesenliga erreichten Florian Drexler, Bernard Sofaly, David Gärtner und Michael Afonasiof einen soliden 8. Platz.

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Neue Trainingseinheiten im Sommer: Für euch

Bei allen scheint es noch nicht angekommen zu sein: Wir haben für euch ein reichhaltiges Trainingsangebot für den Sommer aufgestellt. Und nein, ihr müsst nicht supertopfit sein, um bei allen Trainings mitmachen zu dürfen. Wir freuen uns über jeden, der zum Training erscheint egal wie schnell oder vermeintlich langsam. Irgendwann hat jeder einmal angefangen und unser Respekt gehört jedem, der die Abenteuerreise Triathlon auf sich nimmt und auf Kurs bleibt.

Wettkampgtraining (Samstag um 9Uhr) ->zur Trainingsprogramübersicht

Auf dem WVC Gelände haben wir ausgezeichnete Bedingungen, um kleine Wettkampftrainings durchzuführen. Dabei geht es nicht darum, wer der tollste und schnellste ist, sondern darum, dass ihr die Handgriffe lernt, die zum Triathlon dazugehören und das ihr euch die körperliche Umstellungsfähigkeit aneignet, derer es bedarf, wenn ihr nach dem Schwimmen aus der Horizontalen in die Vertikale wechselt und euer gesamtes Blut in die Füße zu sacken scheint, ihr aber mit euerm blutleeren Gehirn euer Fahrrad unter 2000 Anderen finden solltt, einen Helm aufsetzen müsst und dann auch noch aus vollem Lauf auf euer Fahrrad springen dürft. Oder aber auch, wenn ihr auf Teufel komm raus 20 bis 40 Kilometer lang mit konzentrischer Muskelarbeit ins Pedal getreten habt und euch auf einmal der Aufgabe gestellt seht, mit halb tauben Beinen in die reaktive Muskelarbeitsweise des Laufens überzuwechseln. 

Renntreff (montag 18Uhr) ->zur Trainingsprogramübersicht

Ebenfalls auf dem WVC Gelände findet Montags um 18 Uhr unser offenes Laufangebot "Renntreff" statt. In diesem Lauftreff könnt ihr auch eure Freunde mitbringen, die nicht im Verein sind. Gelaufen wird in verschiedenen Leistungsgruppen zwischen 50 Minuten in lockerem Tempo und 120 Minuten in moderatem Tempo oder aber auch schweinemäßig schnell und furchtbar lang für die Freaks, die es können. Hier gibt es für jeden Topf einen Deckel. Ihr dürft bloß keine Angst haben, dass ihr zu langsam seid, seid ihr nämlich nicht! 

Bahntraining (Freitag 17Uhr) ->zur Trainingsprogramübersicht

Sogar weltklasse Triathlet Tim Don sagt es:"Ein gängiges Missverständnis ist es, dass auf der Laufbahn ausschließlich in irrsiniger Geschwindigkeit gerannt werden muss." Die Bahn ist vornehmlich eine hoch kontrollierte Trainingsumgebung in der ihr fast ohne Störgrößen an eurerm Laufstil, eurer Laufgeschwindigkeit und eurer Kondition arbeiten könnt. Es geht im BAhntraining Freitag nicht darum, irrsinige Laktatmengen in euer Blut zu schütten, wir laufen hauptsächlich an der Aeroben Schwelle und darunter also um Lactate-Steady-State (In dem Bereich wo der Kopf noch nicht rot wird). Wir versuchen unsern Laufstil zu ökonomisieren und somit auch orthopädischen Problemen vorzubeugen. höhere Geschwindigkeiten Laufen wir deshalb, damit der Körper überhaupt gezwungen wird Bewegungsmuster zu optimieren. Ein großer Teil des Trainingsprogramms wird der mobilisation verkürzter Muskelschlingen gewidmet.  

 

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Dirk Butzmanns Weg zum Ironman Hawaii 2014

Dirk Butzmann, den manche vielleciht noch vom Schwimmen im Hallenbad Süd kennen, hat geschafft wovon fast alle Träumen: Er hat sich für die Ironman Weltmeisterschaft 2014 qualifiziert. Anbei sein Rennbericht vom Ironman Südafrika. Wir werden am 11.Oktober auf jeden Fall alle geannt auf den Athleten Tracker starren. Vielleicht huscht er ja auch einmal durchs TV-Bild, wer weiß.

Im August letzten Jahres meldete ich mich spontan mit einer Mischung aus Neugier und Spannung auf einen Wettkampf in exotischer Umgebung an. Erst danach begann ich mit der Reiseplanung und mich mit den Wettkampfgegebenheiten auseinanderzusetzen. Die Umgebung von Port Elisabeth ist bekannt für starken Wind und schlechten Straßenbelag, das Meer für starken Wellengang und gelegentliche Begegnungen mit weißen Haien. "Zu spät", dachte ich, gebucht ist gebucht, und nachdem wegen der großen Teilnehmerzahl im Dezember die Radstrecke von 3 auf 2 Runden und von 800 auf knapp 1900 Hm erweitert wurde, fragte ich mich während meiner mir endlos erscheinenden Rolleneinheiten im heimischen Keller ob es eine sinnvolle Entscheidung war dort teilzunehmen.
Schließlich ging es dann, ohne eine einzige Freiwasserschwimmeinheit, 10 Tage vor dem Wettkampf Richtung Südafrika.
Nachdem ich dann einige von diesen Einheiten vor Ort nachgeholt hatte, stand ich am Wettkampfmorgen mit den restlichen ca. 2000 Kollegen am Schwimmstart. Nach 300 Metern kam die erste 90 Grad Boje und das erste Mal das Gefühl, aufhören zu müssen. In der Prügelei überkam mich zum ersten Mal in einem Triathlon Panik und Atemnot. "Das geht auf keinen Fall", dachte ich mir und wartete, nach Luft schnappend, eine gefühlte Ewigkeit bis es besser wurde. Mit vielen Orientierungsschwierigkeiten wegen der durch die Wellen nicht sichtbaren kleinen Bojen, ging es dann nach 1:14 zum radeln.
Da meine Schwimmzeit mal wieder recht durchschnittlich war, befand ich mich ungefähr in der Mitte des Feldes und hatte jede Menge Verkehr. Zwei Runden über jeweils zwei Berge und am Meer mit Gegenwind zurück, das Alles auf groben Asphalt, so das ich mir irgendwann nach 4 bis 5 Stunden endlich ein Ende des Gerüttels herbei sehnte. Kurz bevor meine Unterarme doch noch zu brechen drohten, bin ich dann nach 5:26 vom Rad gestiegen. Ich wusste zwar, das ich einige Radfahrer überholt hatte, aber das es so viele waren, sah ich erst beim einlaufen in die Wechselzone: im meinem Bereich hingen noch so gut wie alle Laufbeutel, wartend auf ihre Besitzer, an ihren Haken. "So schlecht kann der Radsplit also doch nicht gewesen sein", dachte ich mir während ich dadurch motiviert versuchte, schnell zu wechseln. Nach zwei Laufkilometeren rief Claudia mir zu: "Du liegst auf dem vierten Platz". "Oje", dachte ich ,"dann muss ich heute voll durchlaufen, nicht stehenbleiben, nicht von einem Altersklas
senkollegen überholen lassen , um ein Ticket nach Kona zu bekommen". Also 3 Runden a 14 Kilometer: " Die erste locker ein, die zweite locker durch und die dritte locker auslaufen" war mein Plan.
Nach 20 Kilometern überholte mich dann der spätere Erste, Sam Sakai und ich war nur noch fünfter, nach zwei Runden hatte ich mich dann, ohne es selbst zu merken, auf den dritten Platz vorgeschoben. "Also nur noch eine Runde, eine verdammte Runde locker den langgezogenen Anstieg hoch und locker an der Strandpromenade zurück, wie ein lockeres Nachmittagsläufchen im Urlaub", dachte ich mir. Die letzten 5 Kilometer auf der langen geraden Straße zogen sich dann extrem, "Bitte nicht stehenbleiben, einfach zügig weiterlaufen". Irgendwann kam die Abzweigung zum Ziel, dann noch 3 Kurven und ich war angekommen, 2. Platz in meiner Altersklasse, das war mehr als ich geglaubt habe, irgendwann erreichen zu können. So steht der Start auf Hawaii am 11. Oktober als nächste Langdistanz auf dem Plan.

 

Dirk Butzmann Ironman WM 2014

 

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Bartenwetzer Volkslauf: WVC Mädels sind flink zu Fuß

Kristina Biel und Katrin Pesch haben nach dem Koppeltraining am Samstag noch einen Treppchenlauf in Melsungen beim Nordhessencup eingelegt. Platz zwei gab es für Kristina über die 10 Kilometer und Platz drei für Katrin über die 19Km Distanz. Katrin landete zum zweiten Mal in zwei Wochen auf dem Treppchen, denn  bereits am Wochenende davor erreichte sie in Wolfhagen über die 18,5 Km den zweiten Platz.

Mit am Start waren Raymund Meilinger, Nicholas Kehe und Martin Bussas die auch einen flotten Zahn vorlegten. Raymund hat auf der 5 Km strecke ein Brett rausgehauen mit 18:42 min.. Nicholas Kehe verlor den Kampf um Platz 8 in der vorletzten Kurve in dem er geradeaus lief, anstatt abzubiegen, und wurde brutalst auf Platz 12 durchgereicht. Martin Bussas lief mit einer flotten 1:28:11 auf Platz 27. 

 

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Es ist Sommer! -Ab sofort neue Trainingszeiten

Das Wetter ist nun stabil über 10°C und es wird Zeit, die ersten Wettkämpfe vorzubereiten. Unser Trainingsangebot wird ein somit spezifischer:

[Das Schwimmtraining im Auebad wird weiter wie gewohnt dienstags (19:30-21:30 Uhr), donnerstags (20-21:30 Uhr) und sonntags (16:30-18:30 Uhr) stattfinden.]

  • Neuer Lauftreff montags 18Uhr

Ab nächstem Montag, den 14.04. gibt es am Vereinsgelände der WVC einen neuen Lauftreff als offenes Angebot für alle kassler Sportler und solche die es werden wollen. Von der 5 Kilometer Einsteigergruppe bis hin zur 2 Stunden Renn-Extravaganza gibt es für jeden eine Gruppe zum mitlaufen. Kommt einfach vorbei und lauft mit, gemeinsam ist es einfacher sich aufzuraffen. Bringt eure Freund mit. Weitere Infos findet ihr auf www.renntreff.de

  • Freiwasserschwimmen montags 20Uhr

Damit ihr euch daran gewöhnen könnt im trüben Wasser der Seen und Flüsse der deutschen Triathlonlandschaft zu schwimmen treffen wir uns um 20Uhr zum Freiwasserschwimmen, die ideale Möglichkeit, sich nach dem Lauftreff abzukühlen. Sobald die Fulda 17° erreicht hat fangen wir an!

  • Rennradausfahrt mittwochs 18Uhr, Sonntag 10Uhr *geändert

Jeden Mittwoch und Sonntag geht es aufs Rennrad. Mehr gibts nichts zu sagen, außer das ihr hier die besten Touren kennenlehrnt.

  • Bahntraining freitags 17Uhr

Damit ihr nicht nur ausdauernd laufen könnt, sondern auch verflixt schnell, ist jeden Freitag Bahntraining auf der Sportanlage Waldauer Wiesen (hinter der Schwimmbadbrücke). Wer vor Lauftrainings Angst hat abgehängt zu werden ist hier gut aufgehoben, wir laufen nur im Kreis :-)

  • Wettkampftraining samstags 9Uhr

Samstags veranstalten wir Trainingsduathlons und -Triathlons, damit ihr die Abläufe einüben könnt und euch an die Umstellung vom Radfahren zum Laufen gewöhnen könnt und natürlich damit ihr bei euern ersten Wettkämpfen nicht völliges Neuland betretet.

...KOMMT RAN!

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Jugendtraining ab 14.03. auf der Sportanlage Waldauer Wiesen

Ab dem 14.03 findet das Lauftraining für die Jugend A bis Junioren von 17:00 bis 18:30 auf der Laufbahn der Sportanlage Waldauer Wiesen statt. die Parkplätze sind über die Arndtstraße zu erreichen. Es gibt Umkleiden und Duschen vor Ort.

 

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Bahn frei! Bahntraining ab 14. März

Ab 14. März könnt ihr die Laufbahn auf der Sportanlage Waldauer Wiesen freitags von 17:00 bis 18:30 für euer Lauftraining nutzen. Parkplätze, Umkleiden, Duschen, alles ist da. Ihr könnt das Aufwärmprogramm der Jugendtrainingsgruppe mitmachen und dann euer eigenes Programm laufen oder euch von Nicholas Kehe ein Programm geben lassen, dass zu euch passt.

 

 

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Neue Klamotten!

Ihr könnt im Mitglieder Bereich ab jetzt nach dem Login das aktuelle Sortiment an Vereinskleidung begutachten. Die Designs sind aktualisiert nur die Platzierung der Sponsorenlogos wird noch im Laufe der nächsten Woche optimiert. Sobald die Preise endgültig bestätigt sind, werden wir das Bestellsystem freischalten, so dass ihr über den Shop eure Klamotten ordern könnt. Eure Aufträge werden wir dann in eine Sammelbestellung zusammenfügen und an Champion System schicken.

Neue Anprobemuster sind bereits angefordert. Wir halten euch auf dem Laufenden.

 

  • APEXBLADEtriSuitMW
  • Apex Blade Tri Short
  • ApexBladeTriTop
  • BAdekappe_preview-01
  • EliteTriSuit
  • EliteWomenSpecificTriSuit
  • WVC Kassel_DE0192_MUP005_Casual Jacket_V1_2-01
  • WVC_Bib_shorts_V1_2_01
  • WVC_Cycling_Wind_Vest
  • WVC_Run_Shorts_Preview
  • WVC_Run_Top_Preview
  • WVC_jersey
  • champ_sys_canada_
  • hoody
  • ss-0046-14_v2_apex_weather_lite_jacket_4fe354ec-6912-47d6-91b2-22a664bd112e_480x480
  • trisuit_aero_apex

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Triathlon Nachwuchstraining in Kassel startet!

Unser Auftaktveranstaltung war ein schöner Erfolg. Knapp 15 Kinder und Jugendliche fanden sich auf dem Gelände der WVC ein, um ins Triathlon Training der WVC Kassel hinein zu schnuppern. Nach einer kurzen Kennlernrunde und allgemeinen Informationen konnte der sportliche Teil auch schon losgehen. Bei etwas stürmischen Wetter, hieß es sich und seinen Mitstreitern beim "schnellsten Fangspiel der Welt" und einer Wasserstaffel richtig einzuheizen. Anschließend zeigten die Aktiven ihr können beim Biathlon. Sie mussten drei Runden (ca. 350 Meter) laufen, dabei ihre Kraft beim Überwinden des Spielplatzes zeigen und zweimal mit drei Tennisbällen auf vier Becher werfen.  Wer Becher stehen ließ, musste für jeden eine Strafrunde laufen. Die Platzierungen wurden durch Urkunden festgehalten und geehrt. Zum Abschluss erhielten die Nachwuchssportler einen Einblick in das Radtraining, wer kein Rad mitgebracht hatte, testete seine Geschicklichkeit im Pedalo fahren und Bierdeckel balancieren. Nach dem Sport fielen die hungrigen Aktiven über das Buffett, bestehend aus Kuchen, Salaten und belegten Brötchen her. So endete eine rundum gelungene Veranstaltung. Der reguläre Trainingsbetrieb sieht nun wie folgt aus: 

Diesen Mittwoch den 17. Februar geht das Schwimmtraining im Rahmen der Triathlon WVC Nachwuchsarbeit los. Das Freitags- Training startet ab dem 28. Februar und das Samstags- Training voraussichtlich Anfang April. Hierzu wird es noch eine Ankündigung geben.

Schön ist auch, dass sich eine Hand voll Jugendlicher für Triathlon interessierte, sodass wir in nächster zeit auch ein Konzept für 14-17 Jährige bei der WVC Kassel anbieten werden. 

 

 

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Nachwuchstraining bei Triathlon WVC

Am Samstag, den 15. Februar starten wir unser Triathlon WVC Kassel Nachwuchsprogramm. Deshalb veranstalten wir um 12 Uhr eine Sportparty sondergleichen mit allem was wir lieben:

Sport, Kaffe und Kuchen, Salat, Musik und Kaffe und Kuchen. Alle Informationen hierzu findet ihr fortan in der neuen Rubrik dieser Homepage "Jugend".

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Winterlaufserie Ahnatal 2013 / 2014

Alle Jahre wieder kommt die Winterlaufserie Ahnatal. Wir möchten auch diesen Winter wieder möglichst vielen WVClern ermöglichen, diese vorzügliche Gelegenheit die Trainingsmotivation durch den Winter zu retten nutzen zu können. Deshalb wartet unser Vereinsbus jeden zweiten Sonntag im Monat um 8:30 (Abfahrtszeit) Uhr am WVC-Vereinsgelände am Auedamm auf die Abfahrt richtung Ahnatal (Zweiter  Stop um 8:35 beim Kamps im Edeka Aschoff's). Die Ausschreibung für die Winterlaufserie 2012/13 bekommt ihr hier. Macht mit, es lohnt sich!

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Sonnenwende

Die Sonnenwende ist durch, die Tage werden läger. Bald ist wieder Sommer!

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International Gobi-Marathon – die Essenz des Laufens

Vor 2500 Jahren tobte an der Ostküste Attikas, in der Nähe des Dorfes Marathon, eine Schlacht der Griechen gegen die Perser. Die Griechen gewannen diese Schlacht und sandten den Boten Pheidippides aus, er möge die Nachricht über den Sieg nach Athen bringen. Pheidippides lief die etwa 40 Kilometer nach Athen bis hinauf zum Areopag, überbrachte die gute Botschaft und brach anschließend tot zusammen. Ein tragischer Held. So erzählt es zumindest die Legende.Historisch gesehen steckt in dieser Legende jedoch mehr griechischer Wunsch als Wahrheit. Wahrscheinlicher ist, dass Pheidippides vor der besagten Schlacht von Athen nach Sparta lief, um dort militärische Hilfe gegen die gerade ankommenden Perser zu erbeten. Diese Strecke war mit 250 km viel weiter, er benötigte nur zwei Tage und erfreute sich anschließend sogar guter Gesundheit; Sparta verweigerte den Griechen allerdings die sofortige Hilfe. Eine gute Leistung von Pheidippides, aber wenig heldenhaft für Griechenland derart abserviert zu werden und somit schlechter Stoff für glorreiche Mythen. Der arme Bote musste in den späteren Erzählungen seinen Namen schließlich für das heroische Ende der Schlacht hergeben und die Geschichte mit einem tragischen Tod würzen. „Marathon“ wurde der Inbegriff für eine lange und mühselige Laufstrecke, die nur durch Helden zu bewältigen ist.

Aber an was denken wir heutzutage bei dem Wort „Marathon“? Das sind 42,195 Kilometer Spannung, Rhythmus, Kämpfen, Freude und Erleichterung. Moderne Veranstaltungen sind Events mit Massencharakter. In Berlin machen sich jährlich etwa 35.000 Menschen auf den Weg zum Ziel; in New York sind es sogar 50.000. Getragen von der Masse und angefeuert von der Stimmung unzähliger Straßenbands und klatschender Zuschauer kommt der Einzelne, selbst bei kleineren Veranstaltungen, in euphorischer Atmosphäre seinem Ziel näher. Neben dem sportlichen Aspekt, gleichen viele Stadtmarathons einer perfekten Sightseeing-Tour. Die Runde durch den historischen Stadtkern, noch zwei Minuten bis zum Dom, Tempo halten entlang der Flusspromenade und das Ziel auf dem berühmten Platz der Stadt. Jeder Kilometer ein Erlebnis. Verhungern muss, dank ausgefeilter Elektrolytgetränke und Kohlenhydratriegeln, niemand. Ein Aufgeben ist im Kanal der spalierstehenden Zuschauer kaum möglich. All das trägt die heutigen Marathonis über diese lange und mühselige Strecke, die einst ein griechischer Bote lief und macht sie zu Helden der Neuzeit.

Was aber passiert, wenn man einen solchen Lauf komplett reduziert? Wenn man all das wegstreicht, was einen heutigen Marathon ausmacht und diese Strecke laufenswert macht? Es bleibt allein die Distanz. 42 nackte Kilometer. Man muss weit reisen, um einen derartigen Marathon zu finden. Keine Zuschauer, keine Sehenswürdigkeiten. Nicht einmal abwechslungsreiche Natur. Ich sitze im Flugzeug auf dem Weg zu einer solchen Veranstaltung. Die Wüste Gobi in der Mongolei dient als Kulisse. 42 Kilometer auf der Schnittstelle zwischen ockerfarbenem Boden und endlos blauem Himmel. In einer Informationsbroschüre über Land und Leute entdecke ich einen Kalender mit wichtigen Terminen des Jahres. Der anvisierte Marathon ist mit einem kleinen Satz aufgeführt: „International Gobi Marathon. Please try not to die“. Da hat jemand in Geschichte aufgepasst.

Gobi Marathon 2013

Die Nacht vorher verbringe ich mit anderen Teilnehmern in einem Jurten-Camp. Das nomadische Leben haben die Mongolen dieser Region nie aufgegeben. Eine Jurte ist kein Hotel, aber sie ist perfekt an die Bedingungen der Wüste angepasst. Die runde und flache Bauweise bietet nur wenig Angriffsfläche gegen die hier nicht selten herrschenden Wind- und Sandstürme.

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WVC Kassel e.V.

  • Auedamm 23
    34121 Kassel

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